Konfliktfelder |
| Mediation in pädagogischen Einrichtungen |
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| Mediation bei Schüler - Schüler - Konflikten |
Beispiel 1:
Zwei Parallel-Klassen geraten auf dem Pausenhof regelmäßig
in Streit miteinander. Sowohl die einen (mit dem Ruf der „Streber“)
als auch die anderen (mit dem Ruf der „Rabauken“)
beansprucht den Kicker-Platz für sich alleine – je
nachdem wer zuerst da ist. Sowohl Klassen- als auch Sportlehrer
haben schon Schlichtungsversuche unternommen. Warum kommt denn
keine der vorgeschlagenen Lösungen bei den Schülern
an?
Beispiel 2:
In der 6. Klasse wird zunehmend deutlich, dass die Mädchen und auch etliche Jungen versuchen, einer kleinen Clique von Mitschülern meistens aus dem Wege zu gehen. Schließlich wendet sich ein Elternteil an den Klassenlehrer mit dem Hinweis, dass Max, der „Chef“ dieser kleinen Clique, schon manches Mal mit üblen Drohungen etlichen Mitschülern Angst gemacht habe. Niemand traue sich, ihn zu „verpetzen“; aber so ginge es nicht weiter. Man wisse nicht, was bei Max dahinter stecke; aber man wolle der Klassengemeinschaft die Angst nehmen. Vielleicht müsse er ja von der Schule verwiesen werden... |
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Mediation bei Schüler
- Lehrer - Konflikten
( Der Begriff "Lehrer
steht stellvertretend für alle pädagogischen Berufe.)
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Beispiel 1:
Die Klassensprecher der 5.Klasse übermitteln dem Englisch-Lehrer die Unzufriedenheit der Klasse darüber, dass Mr. Miller immer wieder Anna und Lena deutlich bevorzuge. Er weist den Vorwurf weit von sich: Er verstehe gar nicht, wie dieser Eindruck entstanden sein solle. Er als Pädagoge sei doch selbstverständlich gerecht und behandele alle gleich! Wenn diese beiden Schülerinnen nun mal besonders begabt seien, müsse man das halt anerkennen...
Beispiel 2:
Eine Schülerin der 10.Klasse ist in den Ferien tödlich
verunglückt. Die Lehrerin teilt den Unglücksfall der
Klasse mit, legt eine Gedenk-Minute ein und geht dann zum Unterricht
über. In den nächsten Tagen wird das Klima in der
Klasse verschlossen bis eisig. Die Jugendlichen verweigern dieser
Lehrerin die Mitarbeit im Unterricht. Was ist los? Frau Kluge
wollte doch die psychische Belastung für die Schüler
in der Schule mit Absicht so gering wie möglich halten...
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| Mediation bei Eltern - Lehrer - Konflikten |
Beispiel 1:
Die Elternschaft der 12.Klasse sieht mit Sorgen, dass im Unterricht der Latein-Lehrerin einige Schüler bei ihr „abgeschrieben“ zu sein scheinen. Diese Schüler selbst beschwören ihre Eltern, sich nicht bei der Schule zu beschweren; dann müssten sie es ja doch nur ausbaden. Wie aber kann diese verfahrene Situation vernünftig gelöst werden?
Beispiel 2:
Eine Schülerin der 9.Klasse kommt in der letzten Zeit häufiger zu spät in den Unterricht. Sie wirkt verstört und hat keine Hausaufgaben gemacht. Der Klassenlehrer bittet die Eltern telefonisch zu einem Gespräch. Er wird rüde abgewimmelt. Er lädt sie schriftlich in die Schule ein. Der Vater erscheint und erklärt, mit dieser Tochter habe man eh nur Sorgen. Da helfe nur „hart durchgreifen“! Für die Schule sei er schließlich nicht zuständig; solle der Herr Lehrer dort halt selber sehen, wie er mit der „Göre“ zurecht käme... |
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| Mediation bei Kollegiumskonflikten |
Beispiel 1:
Das Kollegium teilt sich in zwei Lager: Die „Modernen“
und die „Traditionalisten“. Die einen fühlen
sich durch Schul- und Konferenzordnung in der Durchführung
ihres Unterrichtsstils und in ihrem Bestreben nach Entwicklung
innerhalb der Schule massiv behindert, die anderen befürchten
einen „disziplinarischen Kollaps“ bei den Schülern
und sehen sich in ihrer altbewährten Arbeit zu Unrecht
in Frage gestellt. Die Konferenzen sind für beide Seiten
frustrierend. Die gesamte Schulatmosphäre ist geschädigt
und bei Schülern und Eltern ständiges Gesprächsthema.
Die Neuanmeldungen gehen bereits spürbar zurück...
Beispiel 2:
Das neue Schuljahr hat begonnen. Der Stundenplan steht –
und ist für Herrn Meier sehr ungünstig ausgefallen.
Frau Müller dagegen ist hoch zufrieden. Er murmelt im Vorbeigehen:
“Na, da hat sich wohl gelohnt, dass Sie dem Schulleiter
auf den Schoß gekrochen sind...“ Entsetzen allenthalben;
aber – ist da vielleicht doch was dran? Könnte ja
sein...?! Die kollegiale Stimmung beginnt angespannt zu werden.
Hier und da kommt es zu höchst emotionalen, scheinbar irrationalen
Äußerungen... |
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| Wir
kommen als neutrale Vermittler in Ihre Einrichtung / Schule
... |
... und sind in der Mediation den beteiligten Streitpartnern methodisch dabei behilflich, ihren Konflikt zu verstehen und so auszutragen, dass eine von beiden Seiten akzeptierte Lösung gefunden und vereinbart wird.
Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene können für ihre Zukunft davon profitieren, wenn sie ihre Konfliktfähigkeit verbessern. Dabei geht es nicht darum, Auseinandersetzungen zu vermeiden, sondern darum, eine konstruktive Streitkultur zu entwickeln. Es gilt, die soziale Kompetenz des Einzelnen zu stärken und somit das Eintreten für eigene Belange und zugleich die Berücksichtigung der Situation der anderen in größtmöglichen Einklang zu bringen. |